Abschlussübung der Feuerwehren Rosbach und Rodheim

[imgdb=right|610|3/]Am vergangenen Sonntag wurden die beiden Wehren der Stadt Rosbach zu ihrer zweiten großen Übung im Herbst gerufen. Als um kurz nach 9 Uhr morgens die Funkmeldeempfänger und Sirenen ertönten war das Übungsobjekt schon in Rauch gehüllt.

In der Homburger Strasse in Ober-Rosbach hatte sich eine Verpuffung auf einer Baustelle ereignet, als Heizungsmonteure an dem Gasanschluss im Keller des Hauses arbeiteten. Es war wohl Restgas in den Rohrleitungen durch einen Funken entzündet worden. Durch die Verpuffung wurden 4 Personen in dem Haus überrascht und konnten sich durch die starke Verqualmung des Gebäudes nicht ins Freie retten. Der Kranführer außen am Gebäude hatte sich so erschreckt, dass er den Kran verriss und einen Arbeiter auf dem Dach des neuen Anbaus unter einer Last begrub.

[imgdb=left|612|3/]Als die ersten Kräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle erreicht und ihre erste Erkundung abgeschlossen hatten wurden Trupps unter Atemschutz mit Explosionsgrenzenwarngeräten ins Gebäude geschickt, um nach den vermissten Personen zu suchen. Die Feuerwehr Rodheim übernahm das Absuchen des Anbaus und wurde über das Gerüst am Haus auf das Dach geschickt, um dort nach dem Verletzten zu sehen. Dieser wurde auch schnell gefunden und von der Last befreit, die vorsichtig per Hand von ihm heruntergeladen wurde. Danach wurde er in eine Schleifkorbtrage verlegt und mittels Kran auf die Strasse gehievt, wo er an den Rettungsdienst übergeben werden konnte.

In der Zwischenzeit hatten die Atemschutztrupps auch schon 3 Personen in dem Gebäude gefunden und nach außen gebracht. Hier wurde jetzt der Wasserlüfter der Wehr Rosbach eingesetzt, um das Gebäude besser absuchen zu können. Das Tanklöschfahrzeug der Wehr Rosbach stellte vor dem Gebäude mit 3 C-Rohren eine Feuerbereitschaft, falls es weitere Verpuffungen gibt. Der letzte vermisste Handwerker konnte erst nach der Lüftung des Gebäudes gerettet werden, da die ersten vorgehenden Trupps ihn in einem Raum hinter einer kleinen Tür nicht gefunden hatten.

Nach ca. 1,5 Stunden war das Übungsziel erreicht, und die Verantwortlichen Gruppen- und Zugführer besprachen die Maßnahmen, um in Zukunft kleinere Abstimmungsfehler beheben zu können.

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