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Ereignisreiches Jahr für die Rodheimer Feuerwehr

IMG_7D_00798-1Mitte Februar: Wehrführer Martin Schneider lädt zur Mitgliederversammlung der Einsatzabteilung ins Rodheimer Feuerwehrhaus ein.

Ein letztes Mal begleitete Noch-Bürgermeister Detlef Brechtel und Magistratmitglied Paul Groetsch die Mitgliederversammlung der Einsatzabteilung, bei der vier Wahlen und zwei Aufnahmen in die Einsatzabteilung anstanden. Michael Schneider wurde als stellvertretender Wehrführer gewählt, sein Amt als Vertreter der Einsatzabteilung übernimmt Christoph Franz. Thorsten Ruhl unterstützt nun als stellvertretender Leiter die Jugendfeuerwehr und Burkhardt Süßmith wird neuer Vertreter der Ehren- und Altersabteilung. Er löst hier Karl Wingenfeld ab, der nach 15 Jahren sein Amt niederlegt. Mit der Übergabe der Satzung und durch Handschlag des Stadtbrandinspektors wurden Lucas Tugend und Mirko Maus in die Rodheimer Einsatzabteilung aufgenommen.

Wehrführer Martin Schneider blickte in seinem ausführlichen Bericht auf das Jahr 2012 zurück. Gesellige Veranstaltungen, Teilnahmen an Kursen sowie Aus- und Weiterbildungen, aber auch Übungen wie die Digitalfunk Übung in Friedrichsdorf (mit zahlreichen Wehren aus der Umgebung) gehörten ebenso zum Jahresprogramm wie die Brandschutzerziehung im Kindergarten oder Waldbrandübungen. Das Einsatzjahr 2012 war nach dem eher ruhigen Vorjahr mit 25 verzeichneten Einsätzen ein rein von der Menge her durchschnittliches Jahr. Allerdings wurde bei einigen Einsätzen das gesamte Können der Feuerwehr auf die Probe gestellt. Zwei Höhepunkte waren der LKW Unfall in der Baustelle zwischen Ober-Mörlen und Friedberg auf der Autobahn 5 und der Großbrand der Schreinerei Groetsch, der wohl schlimmste Brand seit Jahren in Rodheim. Auch hier bedankte sich Martin Schneider für die gute Zusammenarbeit mit den Wehren aus Rosbach, der Stadt Friedrichsdorf, Friedberg, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Echzell und Wöllstadt.

Der Bericht des Jugendwartes Jochen Schneider zeigte wie aktiv die Rodheimer Jugendfeuerwehr in diesem Jahr war. Neben den wöchentlichen Unterrichtseinheiten gab es für 33 Kinder der Jugendfeuerwehren Rosbach und Rodheim einen „24 Stunden Berufsfeuerwehrtag“ (mit Schauübung an der Erich-Kästner-Schule in Rodheim). Zusammen mit den Jugendfeuerwehren Rosbach, Burgholzhausen und Nieder-Wöllstadt fuhren sie ins Zeltlager im Hochseilgarten Wölfersheimer See, zudem übernahmen sie die Aufgabe der Verteilung der Gelben Säcke. Der jährliche Kindermaskenball war wieder sehr gut besucht. Jochen Schneider dankt Andre Dorn und Thorsten Ruhl für die geleistete Arbeit.

Besondere Aufmerksamkeit zog die Diskussion über den Bau des neuen Feuerwehrhauses auf sich, bei der er „die Grundfeiler gesetzt und für den Eintrag in den Haushaltsplan gesorgt hat“, berichtete Detlef Brechtel. Er ermutigte die Feuerwehrmitglieder „wir sollen an den Vorbereitungen für das neue Feuerwehrhaus dranbleiben“. Detlef Brechtel dankte allen Feuerwehrleuten für ihre Leistungsbereitschaft und beendete seine Rede mit „Glück auf für die Zukunft“.

Paul Groetsch meldete sich ebenfalls zu Wort, in seinen 40 Jahren im Parlament habe er schon mehrere Bürgermeister erlebt und bedankte sich bei Detlef Brechtel und den Feuerwehrleuten. Ganz besonders lobte er die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rosbach.

Durch den Bericht des Wehrführers wurde Rainer Schaub bewusst, was für ein ereignisreiches Jahr das Jahr 2012 für die Feuerwehr Rodheim war. Er ermunterte die Brandschützer ebenfalls für das neue Feuerwehrhaus zu kämpfen und beglückwünschte nochmal Martin Schneider zu dem wirklich verdienten Bürgermeister-Orden.

Für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit der Wehren dankte Stadtbrandinspektor Clemens Harff. Er ziehe seinen Hut für die Jugendarbeit zwischen Rodheim und Rosbach. Die Einführung des Digitalfunkes wurde durch eine Digitalfunk-Schulung unterstützt und die Kameraden aus den eigenen Reihen kommen mit der neuen Technik gut zurecht. Die Auseinandersetzungen mit der Stadt, wegen des neuen Feuerwehrhauses, waren auch für Clemens Harff etwas Neues. Er ist zuversichtlich, dass man trotzdem die anstehenden Aufgaben zusammen meistern werde.

Text: Patrick Lorenz

Ein großes Spritzer-Fest für Pharao Brechtnaton I.

IMG_6861Auf eine närrische Reise ins Land der Herrscher und Pharaonen nahm die Karnevalsabteilung der Rodheimer Feuerwehr, die „Rodheimer Spritzer“, ihr Publikum am Samstagabend mit. „Wir schreiben das Jahr 1 nach Brechtel“, ließ eine geheimnisvoll dumpfe Stimme zu Beginn aus dem Hintergrund wissen. „Der große und mächtige Pharao Brechtnaton I. tritt ab, und eine NEUE ZEIT bricht an.“ Nach einem heftigen Wahlkampf gegen seinen „Erzrivalen Henrik Schnabunis“ werde Tut-Ench-Alber die Nachfolge antreten. Doch was steckt hinter den Plänen der Mächtigen im Lande? Wird das Reich nun in Oberägypten, Niederägypten und Rodheim zerfallen? Die Antwort auf dieses „Terra-X-Rätsel der Vergangenheit“ fiel indes beruhigend aus: einträchtig saßen Rosbacher und Rodheimer an diesem Abend zusammen, dachten keineswegs an Trennung, genossen ein kurzweiliges Programm und – wie immer – den Blick auf ein herrliches Bühnenbild.

IMG_6714Sitzungspräsident Klaus Hagenrainer hatte ein leichtes Spiel, dem Publikum beim Auftritt der zahlreichen Tänzerinnen und Tänzer, die den Abend erfrischend bereicherten, einen Begrüßungs-Applaus abzugewinnen. Vielen Zuschauern im vollbesetzten Bürgerhaus waren die flotten Gardemädchen, die hinreißenden BumbleBees, die Little Devils, die Stepper und die Crazy Devils aus den Reihen der Tanzgarde schon von Auftritten aus früheren Jahren bekannt. Nicht zu vergessen die Aktiven des Twirling- und Tanzsportclubs Rodheim (TTSC) Chapeau Claque, die mit ihren Gruppen Fantasy, Hip-Hop und der Majorette-Formation „Magics“ zeigten, was in ihnen (und in ihren Beinen) steckt. Ob als „Bewohner des selben Sterns“, als bunte, fantasievolle Schar des Nachts im Kinderzimmer, als aufmüpfige Schüler oder mit einem rockigen Ballettauftritt und mehr – hier trat die geballte Rodheimer Tänzer-Power selbstbewusst auf die Bühne und konnte sich dies angesichts der beachtlichen Kreativität und Beweglichkeit auch leisten. Auch die beiden Tanzmariechen Vanessa Jansen und Lisa Fuchs waren wieder einmal mit Solopartien auf der Bühne und brauchten ob ihrer Leistungen nicht um die Gunst des Publikums zu buhlen. Ihnen war die Rakete schon nach den ersten atemberaubenden Minuten sicher.

IMG_6719-2Als Protokoller Dieter Röder in Stöckelschuhen die Bühne betrat, war ein jeder im Saal schon gespannt auf das, was er mit spitzer Feder aufgeschrieben hatte – und nun mit spitzer Zunge zum Besten geben wollte. Natürlich durfte der Bürgermeisterwahlkampf und das Gerangel um eine würdige Verabschiedung von Noch-Bürgermeister Detlef Brechtel da nicht fehlen. Eine kräftige Ohrfeige für die, die jenem Mann den Abschied vermasselt hatten, dessen „Denkmäler man doch überall in dieser Stadt sieht“, war da schon vorprogrammiert.

In den Rollen als Schüler und Auszubildender brillierten Felix Wallenstein und Lorenz Tugend bei ihrem Erstauftritt in der Rodheimer Bütt. Eindringlich jammerte jeder auf seine Weise auf hohem Niveau und trieb dem Publikum die Tränen in die Augen – allerdings nicht aus Mitleid, sondern vor Lachen. Mit Ernst-Neger-Melodien wie „Heile Heile Gänschen“ oder „Humpta Täterä“ begeisterte schließlich Hermann Krämer die Leute im Saal und lud zum Mitsingen und Mitschunkeln ein.

IMG_7D_00621Doch was wäre ein Rodheimer Fasching ohne die beiden Bütten-Profis Johannes Schäfer und Ina Spahn? Alljährlich werden ihre Auftritte schon mit Spannung erwartet, und niemals wurde einer je davon enttäuscht. Während Johannes beschrieb, welch Leid die Partnersuche mit sich bringt, plauderte Ina eine Stunde später in ihrem Vortrag aus dem Nähkästchen, wie das denn so ist, wenn man ein schnarchendes Etwas neben sich im Bett liegen hat, welches große Ähnlichkeit mit einer Schlaftablette hat. Ihnen beiden galten zu Recht die großen Raketen des Abends.

Bodenständig zeigten sich die „Roaremer Plattsänger“, eine Gruppe aus den Reihen des örtlichen Gesangvereins Eintracht. Ausgiebig bearbeiteten sie mit tatkräftiger Unterstützung von Ortsvorsteher Rainer Schaub nicht nur das Lied von der „Runkel-Reuwe-Roppmaschin“, sondern präsentierten mit ihrem Rodheim-Lied auch ein weiteres Stück Heimat. „Rodheim ist der Nabel der Welt“, freuten sich die ausgelassenen Narren. Und dass dieser Nabel ganz schön bunt ist, zeigten die „Roaremer Bouwe“, die schon seit Jahren nicht aus dem karnevalistischen Treiben wegzudenken sind. Ein gelungener Abend mit „viel Spaß an der Freud“ belohnte nicht nur die Akteure auf der Bühne, sondern auch die Gäste, die sich auf den Weg zum Bürgerhaus gemacht hatten.

Der Text wurde uns freundlicherweise von Frau Halaczinsky zur Verfügung gestellt.

Verkehrsunfall LKW

Am Montagabend wurde die Feuerwehr Rodheim zur Unterstützung zu einem Verkehrsunfall mit mehreren LKW auf die A5 gerufen. Der Unfall erreignete sich in südlicher Richtung zwischen der Abfahrt Friedberg und der Raststätte Wetterau in einer Baustelle. Die zuerst alarmierte Feuerwehr Bad Nauheim kam durch den Stau nicht an die Einsatzstelle heran, sodass die Feuerwehren Rosbach und Rodheim alarmiert wurden und gegen die Fahrtrichtung auf die A5 nach Norden fuhren. Als die ersten Kräfte eintrafen fanden Sie zwei ineinander verkeilte LKW mit einem eingeklemmten Fahrer und mehrere unter Schock stehenden Personen vor. Desweiteren hatten sich im Stau mehrere zum Teil schwere Auffahrunfälle erreignet. Da auch die ersten Rettungswagen im Stau feststeckten, mussten die Feuerwehrleute neben der Rettung des Eingeklemmten auch den Rettgsdienst unterstützen, um das Material der Fahrzeuge zu den Unfällen im Stau zu tragen. Außerdem musste die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Ladung der LKW erkundet werden. Gegen 24 Uhr konnte die Feuerwehr Rodheim die Einsatzstelle wieder verlassen.

Fotos: Patrick Sitte – FF-Rosbach

Großbrand in Schreinerei

In der Nacht zum Montag wurde die Feuerwehr Rodheim gegen 2:14 Uhr zu einem Gartenhüttenbrand alarmiert. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges stellte sich heraus, dass die Lagerhalle der Schreinerei Groetsch in Vollbrand stand. Während die ersten Trupps zum Schutz der angrenzenden Häuser vorgingen, wurden durch den Einsatzleiter sofort mehrere umliegende Feuerwehren, sowie die Drehleiter der Feuerwehr Friedberg nachalarmiert.

Die anfänglichen Schwierigkeiten im Wasserleitungsnetz konnten durch die Nachalarmierung mehrerer Großtanklöschfahrzeuge behoben werden.

Aufgrund der Größe des Einsatzes wurden im weiteren Verlauf zusätzliche Sonderfahrzeuge nachalarmiert. So kamen der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Bad Nauheim und Bad Vilbel, der Abrollbehälter Betreuung aus Bad Vilbel und der große Einsatzleitwagen (ELW 2) des Wetteraukreises aus Echzell zum Einsatz.

Durch den Einsatz von ca. 80 Feuerwehrleuten konnte ein Übergreifen auf die angrenzenden Häuser verhindert und der Schaden weitestgehend auf die Lagerhalle begrenzt werden.

Weiterhin waren der Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann, zwei Kreisbrandmeister und der Kreisfeuerwehrarzt Klaus Rathey an der Einsatzstelle anwesend. Zur Eigensicherung der eingesetzten Kräfte waren zudem zwei Rettungswagen vor Ort, die im Laufe des Einsatzes einen Feuerwehrmann mit einer Knieverletzung behandeln mussten.

Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis ca. 12 Uhr an. Im Laufe des Tages wurde die Einsatzstelle noch mehrmals durch die Feuerwehr kontrolliert.
Bemerkenswert war die Hilfsbereitschaft der Rodheimer Bürger, die die Einsatzkräfte binnen kürzester Zeit mit Getränken und Essen versorgten. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.

Eingesetzte Kräfte:

Feuerwehren:
Rodheim, Rosbach, Burgholzhausen, Köppern, Seulberg, Nieder-Wöllstadt, Ober-Wöllstadt , Friedberg (Drehleiter, Großtanklöschfahrzeug „GTLF“, Löschgruppenfahrzeug „LF“), Bad Nauheim (Gerätewagen Atemschutz „GW-AS“, GTLF), Bad Vilbel (Abrollbehälter-Betreuung, GW-AS, GTLF), Echzell (ELW 2), Kreisbrandinspektor, 2 Kreisbrandmeister, Kreisfeuerwehrarzt

Weitere Kräfte:
2 RTW, 3 Polizeistreifen, Bauhof, priv. Bauunternehmen mit Bagger

Eine Bilderstrecke zum Einsatz ist auf der Internetseite der Wetterauer Zeitung zu finden.