„Cool, zu helfen“: Über 2.300 Liter Blut, um Menschenleben zu retten

2. Blutspendeaktion der FFW Rodheim mit dem DRK im Jahr 2026

Es ist Paul Palmers 25. Blutspende. Schon mit 18 Jahren ging der Familienvater mit seiner damaligen Fußballmannschaft das erste Mal Blutspenden – und hat dies seitdem regelmäßig fortgesetzt. Für Palmer bedeutet eine Spende viel Gutes: 500 ml Blut abzugeben tue nicht weh, „außerdem fühle ich mich die nächsten Wochen nach der Spende viel fitter, habe mehr Energie und obendrein eine Kontrolle meiner Blutwerte. Ich spende hier in Rodheim gerne, weil es der Freiwilligen Feuerwehr hilft und es eine schöne Geste der Feuerwehr ist, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zu unterstützen. Außerdem habe ich einen Organspendeausweis und finde es einfach cool, wenn ich helfen kann.“

Potenziell 14.000 Menschenleben unterstützt

Die DRK-Blutspendedienste sorgen bereits seit über 70 Jahren für die Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten. Seit 2015 gibt es die gemeinsame Blutspendeaktion mit der Freiwilligen Feuerwehr in Rodheim – jeweils vier Mal im Jahr. Patrick Lorenz, 1. Vorsitzender des Fördervereins der FFW Rodheim sagt stolz:

Ich weiß noch, wie stolz wir waren, als wir 2019 zur Faschingszeit unseren Rekord geknackt haben: 156 Spender, darunter 18 Erstspender. Seitdem ist die Aktion weitergewachsen. Allein bei den vergangenen fünf Terminen kamen weitere 674 Spenderinnen und Spender zusammen, darunter 60 Erstspender. Wenn man die Entwicklung seit 2015 betrachtet, haben wir in 11 Jahren über 35 Termine angeboten und dabei wurden inzwischen über 2.300 Liter Blut gespendet.

Eine Spende könne dabei bis zu drei Menschenleben retten – von 2015 bis zum Jahr 2026 könnten das also bis zu 14.000 gerettete Leben sein.

Bei der Blutspendeaktion am 4. Mai spendeten insgesamt 115 Spender sowie 9 Erstspender auf acht Blutspendeplätzen jeweils 500 ml Blut, sodass dieses Mal insgesamt 62.000 ml Blut zusammenkamen. Frauen dürfen dabei im Übrigen bis zu vier mal im Jahr spenden, Männer sechs mal, erläuterte der Teamleiter des DRK. Laut eigenen Angaben sichern die Blutspendedienste des DRK rund 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland. Im Jahr 2025 verzeichnete die gemeinnützige Gesellschaft dabei ein leicht gestiegenes Blutspendeaufkommen: So erschienen über drei Millionen Spendewillige auf den 40.506 organisierten Blutspendeterminen der DRK-Blutspendedienste. Der durchschnittliche Spender ist 46,7 Jahre alt.

Erst grillen, dann spenden

Leicht über diesem Altersschnitt lag Grillmeister Hans Eckert aus der Ehren- und Altersabteilung, bei dem sich die Spender:innen Brat- und Rindswürstchen abholen konnten. Dazu Kartoffelsalat und als vegetarische Alternative Ratatoullie mit Reis, was seitens der Blutspender rege nachgefragt wurde. Auch Eckert hat sein Blut gelassen, nach dem Motto „erst grillen, dann spenden.“ Der Rodheimer, der bereits über 80 Blutspenden hinter sich hat, bestätigt ebenfalls, dass es eine gute Sache sei, „dass so viel Blut gespendet wird.“ Denn mit der Blutspende helfen die Spender:innen nicht nur, Leben zu retten, sondern unterstützen auch die Rodheimer Feuerwehr: So fließen die Einnahmen aus den Terminen – mehrere Tausend Euro sind laut Lorenz über die Jahre bereits zusammengekommen – direkt in die Einsatzmittel der Freiwilligen Feuerwehr, etwa in die Beladung des neuen Staffellöschfahrzeugs.

Als kleines Dankeschön erhielten die Spendewilligen dieses Mal neben der traditionellen Verpflegung eine Glasflasche im schicken schwarzen Neoprengewand durch das DRK.

Die Feuerwehr Rodheim bedankt sich herzlich bei allen Spender:innen für die Bereitschaft, mit ihrer Blutspende einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten, und freut sich schon jetzt auf die kommenden Termine im Bürgerhaus: 17. August und 16. November 2026.