Feuer im Rosbacher Stadtwald

Das meldeten zwei Spaziergänger am vergangenen Sonntagmorgen gegen 09:00 Uhr und gaben der Leitstelle des Wetteraukreises auch gleich noch die GPS Koordinaten des Brandherdes durch – Auftakt für die große Waldbrandübung der Rosbacher Feuerwehr.

Daraufhin wurden die Feuerwehren Rosbach, Rodheim und Ober-Wöllstadt, sowie jeweils ein Tanklöschfahrzeug mit 5000 Litern Wasser aus Bad Nauheim und Friedberg mit dem Stichwort “Feuer Wald Stufe 2” alarmiert. Außerdem wurde der Einsatzleitwagen des Wetteraukreises aus Echzell und der Kreisbrandinspektor, sein Stellvertreter und ein Kreisbrandmeister zur Unterstützung der Einsatzleitung alarmiert.

Foto: Peter Knapp

Nachdem die GPS-Koordinaten umgerechnet waren und die Einsatzstelle auf den Waldbrandkarten der Feuerwehr gefunden war, entsendete der Rosbacher Wehrführer Steffen Winkler zwei Tanklöschfahrzeuge direkt zur Einsatzstelle, um nachzusehen was dort wirklich passiert war und erste Löschmaßnahmen durchzuführen.

Alle anderen Kräfte wurden auf den Parkplatz an der großen Johannisbrücke in Ober-Rosbach geschickt, um dort in Bereitstellung zu gehen. „Der Zugführer Rodheim erstellt eine Übersicht aller Einsatzkräfte im Bereitstellungsraum“ ordnete der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Schneider an, der die Einsatzleitung übernommen hatte.

 

Foto: Andrea Lommel

An der Einsatzstelle am „Saukopf“ im Rosbacher Wald hatten beim Eintreffen der Einsatzleitung bereits erste Maßnahmen begonnen, die unter der Leitung des Fahrzeugführers Sven Kaus durchgeführt wurden. Durch den Einsatzleiter Martin Schneider und seinen Stellvertreter Steffen Winkler wurde das Ausmaß des Feuers – es brannten ca. 800 Quadratmeter Waldboden und aufgeschichtetes Holz – begutachtet.

„Wir teilen die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte ein – Brandbekämpfung und Wasserversorgung“ schlug Steffen vor. „Außerdem sollten wir einen Rundweg für Tanklöschfahrzeuge einrichten, die Löschwasser zur Einsatzstelle bringen.“

Foto: Peter Knapp

Nachdem die Planungen durch die Einsatzleitung abgeschlossen waren, wurden die weiteren Fahrzeuge zur Einsatzstelle bestellt. Ein Fahrzeug der Wehr Rosbach schilderte die Wegstrecke aus, sodass auch ortsfremde Feuerwehrleute die Einsatzstelle und die Wasserentnahmestelle am Hochbehälter Ober-Rosbach finden konnten. Nach und nach wurden die Fahrzeuge an der Einsatzstelle entleert und fuhren zum Auffüllen wieder an den Waldrand zurück.

Foto: Peter Knapp

Die Koordination der Fahrzeuge übernahm der Rodheimer Zugführer René Kreißler, da der Bereitstellungsraum nun nicht mehr benötigt wurde und er dort abrufbar war. „Etwa 25 Minuten benötigen die Fahrzeuge für eine Runde Wasser holen“ meldete René dem Einsatzleiter, nachdem das erste Fahrzeug wieder vollgetankt an der Einsatzstelle ankam.

Zwischenzeitlich hatten die Einsatzkräfte der Wehren Rosbach, Rodheim und Ober-Wöllstadt unter der Leitung des Abschnittleiters Sven Kaus die Flammen unter Kontrolle gebracht und begannen mit 3 Strahlrohren und insgesamt bis zu 700 Liter Wasser pro Minute das Feuer zu löschen. Die Kameraden aus Echzell und die Kreisbrandinspektoren hatten den großen Einsatzleitwagen schnell betriebsbereit gemacht und die Einsatzleitung zog dorthin um. Das Personal erstellte eine Lagekarte, Kräfteübersichten und protokollierte jeden Funkspruch mit, während die Kollegen am Brandherd mit den Flammen kämpften und die Fahrzeuge immer wieder Löschwasser an die Einsatzstelle holten.

Foto: Andrea Lommel

Als plötzlich die Meldung eines Unfalls im großen Steinbruch die Einsatzleitung erreichte wurde der Zugführer Rosbach mit dem Gerätewagen-Logistik und 4 Kameraden losgeschickt, um sich die Lage anzuschauen. Der Meldung nach benötigte der Rettungsdienst Hilfe bei der Rettung einer abgestürzten Person, was sich nach dem Eintreffen der Feuerwehrleute bestätigte. Mit einer Schleifkorbtrage wurde die Person aus dem Steinbruch gerettet und konnte dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben werden.

Nach fast 3 Stunden war die Übung dann für alle Feuerwehrleute beendet und es ging zurück zum Feuerwehrhaus Rosbach, wo die Küchenmannschaft bereits mit gegrillten Würstchen und Getränken wartete. Natürlich mussten vorher die Fahrzeuge noch gesäubert und wieder einsatzbereit gemacht werden und es gab eine Übungsnachbesprechung mit allen Führungskräften. Die Beteiligten zeigten sich insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung und auch der Revierförster Knebel und der Erste Stadtrat Sill lobten das Vorgehen der Feuerwehrleute. Ein paar kleine Kritikpunkte gab es aber auch – „über die werden wir intern beraten“ waren sich die Rosbacher Führungskräfte einig.

„Wir bedanken uns bei den Feuerwehren Ober-Wöllstadt, Bad Nauheim, Friedberg und Echzell sowie der Brandschutzaufsicht für die Teilnahme an der sonntäglichen Übung. Ein großes Lob geht an die beiden Übungsleiter Sascha Winkler und Matthias Maurer, die viel Energie und Zeit in die Vorbereitung gesteckt haben“ sagte Martin Schneider zum Schluss des offiziellen Teils.

Hier der Bericht zur Übung der Feuerwehr Echzell zu finden auf Facebook oder der Webseite der Feuerwehr Echzell.